Jahresbericht des Präsidenten

Männerturnverein Rheinfelden

JAHRESBERICHT des Präsidenten 2023

 

 Ø  Vorwort

Das Jahr 2023 ist Vergangenheit. Noch einmal soll der Blick zurück gehen, um die wichtigsten Ereignisse des Vereinslebens anzusprechen und in Erinnerung zu rufen. Auch wenn sich vieles Jahr für Jahr wiederholt, so bleibt doch immer noch Raum, um besonders Wertvolles oder Beeindruckendes hervorzuheben und zu dokumentieren.

Beim Verfassen dieses Rückblicks durfte ich mich auf viele tolle Turnstunden zurückbesinnen und einige nichtathletische Ereignisse erneut aufleben lassen. Leider blieb es uns hingegen auch in diesem Jahr nicht verwehrt, von einem treuen Vereinsmitglied endgültig Abschied nehmen zu müssen.


 Ø  Vorstand

In der Zusammensetzung des Vorstandes gab es – gut so –            keine Veränderungen. Auch als Revisoren amteten weiterhin die zwei nämlichen Herren.  


Präsident                                             Hans-Jörg Degen

Vizepräsident / Veranstaltungen          Peter Geiger

Kassier / Aktuar                                   Ernst Walther 

Leiter Fitness                                       Erwin Siffert

Beisitzer / Veteranen                           Dieter Wunderlin

Revisoren                                            Franz Faulstich

                                                            Ludwig Spuhler


Die Vorstandsarbeit wurde vorwiegend in den Resorts erledigt: Über die Kasse wachte Ernst, den Turnbetrieb organisierte Erwin, für die Vorbereitung und Durchführung diverser Veranstaltungen zeichnete Peter, um die Belange der Veteranen war immer wieder Dieter bemüht und ich versuchte den Überblick zu behalten.

Gemeinsam trafen wir uns – am liebsten in den Turnstunden – und bei zwei offiziellen Vorstandssitzungen.

 

    26. Januar 2023        18.00 - 20.30

                                       Haupttraktandum: Vorbereitungen zur GV

    13. November 2023  18.00 – 19.30

                                       - Rück- und Ausblick

                                       - Jahresprogramm, Finanzen etc.

 

> Einladungen / Anlässe

Auch im Vereinsjahr 2023 galt es, ein paar Einladungen nachzukommen und einige Verbandsanlässe zu berücksichtigen.

 

24.01.2023     Koordinationstreffen der Rheinfelder Vereine

                       Vertretung: Hans-Jörg Degen

                       Ein paar Stichworte aus dem Programm resp.              

                       Protokoll sollen genügen, um die wichtigsten Punkte

                       anzusprechen:

         >   Jahresmotto: Hopp Rhyfälde!

                                   Fit für die Zukunft

         >   Einweihung der neuen

              Dreifach-Sporthalle Engerfeld

        >   Eröffnung des neuen Garderobengebäudes Schiffacker  inkl.

             Clubhaus FC Rheinfelden im Herbst 2023.

         >   Die Stadt Rheinfelden bietet eine sehr grosse Band-               

              breite an Möglichkeiten & Infrastrukturen, um sich in den   

              Bereichen Bewegung, Sport oder Fitness zu betätigen:

Skatepark, Vita Parcours, Finnenbahn, Achtsamkeitspfad, Fitness-Anlage und Kinderspielplätze, zwei freizugängliche Stadtparks, Fussball-, Golf-Platz, Tennishalle, Kunsteisbahn und Schwimm- & Freibad, sechs Sporthallen mit Aussenplätzen.

 

Rund 30 Vereine / Institutionen im Bereich Bewegung, Gesundheit und Nachwuchsförderung wie Gesundheits-    forum, freiwilliger Schulsport oder Vereine wie Handball,    Basketball, Fussball, Volleyball, Eishockey, Curling,   Pontoniere, Wasserfahrer, Futsal, Karate, Vita Swiss, Schützen oder Damen- und Männerturnverein

 

02.02.2023     Krisensitzung des Kreisturnverbands Fricktal KTVF

                       in Eiken. Teilnahme: Hans-Jörg Degen

                       Dem KTVF droht die Auflösung, weil sich kaum     

                       mehr Freiwillige zur Verfügung stellen, die bereit

                       wären,  im Vorstand mitzuarbeiten.

                       Diskussion über Massnahmen und Aufruf zum 

                       Mitmachen.

 

09.03.2023     Ordentliche Generalversammlung des MTV

                        31 Anwesende

 

02.04.2023     Die Krise beim KTVF konnte – mindestens      vorübergehend – abgewendet werden; der Vorstand konnte wieder komplettiert werden.

 

17.10.2023     Weiterbildungsanlass und Präsidententreffen,         organisiert durch die Sportkommission in der Schlösslistube der Brauerei Feldschlösschen.

Ernst Walter und Peter Geiger stellten in diesem     Jahr die Zweierdelegation des MTV Rheinfelden. Der sehr ausführlichen "Aktennotiz", die Ernst freundicherweise verfasste und mir zukommen     liess, entnehme ich folgende Stichworte zum Verlauf des Anlasses:

              >  Begrüssung durch den Präsidenten Dieter Frei

              >  Rück- und Ausblick durch Nicolas Schmid

                  (Einweihung Turnhalle, SlowUp, Andiamo, Stadtlauf,

                  CH-Meisterschaft Jungpontoniere,…

               >  Andiamo: Die Leitung geht von Ueli Urwyler auf Martina

                  Stricker über

              >  Schulsport: 42 Kurse mit über 300 Teilnehmenden

              >  Hallen- und Platzbelegungen

              >  Marco Chiudinelli (wohnhaft in Rheinfelden) berichtete 1:1                   über seine Erfahrungen und Herausforderungen als

                  einstiger Spitzensportler (Tennisprofi). Seine lebhaften

                  Ausführungenfanden das grosse Interesse der

                  Anwesenden.          

 

01.12.2023     Delegiertenversammlung des KTVF in Herznach

                       Wir verzichteten auf eine Teilnahme.

 

> Noch ein paar weitere Daten, die interessieren könnten:

 

27.03.2023     GV des Damenturnvereins Rheinfelden.

                       Der Verein wurde aufgelöst, weil sich niemand              

                       finden liess für den Vorstand.

 

23.04.2023     Stadtlauf: Markus Schumacher lief unter der   Kategorie

                       M70 und erreicht das Ziel in weniger als 34 Minuten.


07.04.2023     Tod von Fernando Raggini

 

21.04.2023     Beerdigung auf dem Waldfriedhof. Rund zwanzig  

                       Kameraden des MTV erwiesen ihm die letzte Ehre.

 

 

Ø  Unser Turnbetrieb

Die wöchentlichen Turnstunden bilden das Herzstück unseres Vereins. Erwin Siffert wird als technischer Leiter über diesen wichtigsten Teil des Vereinslebens in seinem Bericht Auskunft geben.

Ich beschränke mich auf die Erwähnung von ein paar speziellen Anlässen.

10.03.2023     Erste Turnstunde nach den Sportferien und der       Generalversammlung: 16 Teilnehmer


16.06.2023     Auch in diesem Sommer war es oft unangenehm    heiss in der Turnhalle. Elf Turner begleiteten Erwin auf einem angenehmen Waldspaziergang, der immer wieder mal unterbrochen wurde, um ein paar  Turn- und Dehnübungen auszuführen.

 

30.06.2023     Weil kurzfristig die Leiterin absagen musste,   durften die zehn Anwesenden mit mir vorliebnehmen. Dabei konnte ich die wertvolle Erfahrung machen, was es heisst, eine Turnstunde vorzu-     bereiten und durchzuführen.

 

07.07.2023     In der letzten Turnstunde vor der Sommerpause     führte uns Erwin erneut durch den Wald. Beim Pflanzgarten überraschte uns Zita und Erwin mit einem Fässchen Bier. Diese willkommene Erfrischung wurde von allen dankbar angenommen.

 

09.08.2023     Nach der Sommerpause starteten wir mit einem speziellen Programm >> Siehe: Besondere Anlässe

 

17.11.2023     Turnstunde mit Teilnehmerrekord: 19 Männer unter        der kompetenten Leitung von Diana tummelten sich in der gut besetzten Turnhalle.

 

21.12.2023     Letzte Turnstunde im 2023.

Sechzehn liessen es sich nicht nehmen, auch kurz vor Jahresende nochmals von Erwin gefordert zu   werden. Keine Wirtschaft wollte uns Gastrecht geben. Darum liessen wir das Jahr in der Turnhalle        ausklingen. Erwin sorgte netterweise dafür, dass wir nicht dursten mussten. Markus Frey lieferte  feinen Speckgugelhopf dazu. Vielen,vielen Dank!

 

Ø  Turnveteranen

Auch in diesem Jahresbericht darf ein Hinweis auf die Aktivitäten der Turnveteranenvereinigung nicht fehlen, deren Sektion Fricktal durch Dieter Wunderlin betreut wird. Über die diversen Anlässe, welche diese Vereinigung über das Jahr jeweils anbot, berichtet Dieter an unserer Generalversammlung.

Ich möchte nur folgende Auflistung vornehmen:

04.05.2023       Frühjahrswanderung in Hellikon

                         ohne Rheinfelder Beteiligung

07.09.2023      Herbstwanderung in Eiken

                        Vertreter vom MTV: Hans Koch, Ludwig Spuhler,

                        Dieter Wunderlin

24.09.2023       Kantonale Landsgemeinde der Turnveteranen-                                      vereinigung in Möhlin

                         Vertreter vom MTV: Ruedi Bloch, Kurt Gauch,   

                          Hans Koch, Ludwig Spuhler, Cäsar Widmer,

                          Dieter Wunderlin

 

 Ø  Mutationen und Jubiläen

 Bestand 01. Januar 2023          

         Aktive                14             >>            Aktive                14

         Passive             06             >>            Passive B          06

         Gönner              22             >>           Passive A           22

         total                   42

  Todesfall 2023 (Fernando Raggini)         (- 1  Passiv A)

  Eintritte 2023 (Peter Scholer)                  (+ 1  Passiv A)

  Austritte 2023 (Roland Müller)                 (- 1  Passiv B)

  Übertritte 2023 (Gönner à Passive)         (- 1  Passiv A  >> + 1        

  Passiv B)

 

 Bestand 31. Dezember 2023     

         Aktive                14            

         Passive A          21

         Passive B          06

         total                   41

 

 > Todesfall

Noch an der GV vom 09.03.2023 konnten wir Fernando Raggini begrüssen und ihm zu seiner 40-jährigen Mitgliedschaft beim MTV gratulieren. In dieser langen Zeit hat Fernando viele Aufs und Abs erlebt und mitgetragen. Er war einer von denen, die regelmässig an verschiedenen Turnfesten als Aktiver dabei war. Er zeichnete sich nicht nur als regelmässiger Turner und passionierter Faustballer aus, er beteiligte sich auch immer, – so lange es ihm die Gesundheit erlaubte – wenn der Verein auf Wanderungen und Turnfahrten unterwegs war. Aber auch beim Jassen und Kegeln machte er mit – und mit ihm war bei der Ausmarchung zu rechnen! Er erwies sich als eine verlässliche Grösse in unserem Verein, und er wurde als netter, humorvoller Kamerad geschätzt.

Am 07. April 2023 erreichte uns die traurige Nachricht, dass Fernando in seinem 90. Lebensjahr seinem Krebsleiden erlegen war.

Der grosse Aufmarsch von mehr als zwanzig Männerturnern, die ihm bei der Beerdigung die letzte Ehre erwiesen, zeigt wohl eindrücklich, was uns Fernando bedeutete und was wir mit seinem Tod verloren. Wir werden ihn in guter Erinnerung behalten.

 

> Neuzugang

Leider kommt es so selten vor, dass wir ein neues Mitglied im Männerturnverein begrüssen dürfen. Darum sei dieses exzeptionelle Ereignis hier erwähnt, obwohl noch die offizielle Zustimmung durch die GV fehlt.

Peter Scholer erkundigte sich im Herbst, ob er bei uns mitturnen könne. Selbstverständlich erlaubten wir ihm – ohne Eintritts-musterung, die ihm ein paar bewährte Männerturner nahelegen wollten – bei uns einzutreten. Seit den Herbstferien macht Peter Scholer bei uns mit und es scheint, dass er mit dem, was geboten wird, ganz zufrieden ist.

Toni Schnyder hatte Peter motivieren können, es bei uns zu versuchen. Dafür ein herzliches Dankschön. Nachahmer wären jederzeit gerne gesehen!

 

Jubiläen 2023


> 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft                Peter Müller

Obwohl Peter schon seit viele Jahre in Wintersingen lebt, hält  er immer noch den Kontakt zu seinem Stammverein aufrecht und nimmt an speziellen Veranstaltungen teil.

Seine Bindung zum MTV erklärt sich sicher auch aus der Tatsache, dass er früher sehr aktiv am Vereinsgeschehen mitmischte. So war er von 1981 – 1985 Obmann. In diese Ägide fielen unter anderem eine einmalig-spezielle Elsassreise, das Tribünenfest im Hotel Adler und Ski-Weekends auf Melchsee-Frutt. Ältere Semester wüssten sicher noch viel Interessantes und Amüsantes anzufügen. Es ist toll, dass Peter uns immer wieder bei passender Gelegenheit die Ehre erweist.

 

> 50 Jahre Vereinsmitgliedschaft                Kurt Gauch

Auch Kurt gehört mit diesen 50 Jahren gewissermassen zum    Inventar des MTV. Er erschien regelmässig in unseren   Turnstunden und machte bei vielen anderen Anlässen aktiv mit. Natürlich war auch er oft dabei, als die Teilnahme an turnerischen Veranstaltungen noch ganz selbstverständlich zum Jahresprogramm gehörten. Und wenn es um einen Spaziergang durch die Reben oder um den Besuch einer    Weinkellerei ging, war Kurt natürlich der fachkundige Organisator und Führer. Auch betreute er, als passionierter Jasser, zusammen mit Hedy, über Jahre hinweg das beliebte Jassen für Sie + Er im Rössli.

Auch wenn er in jüngster Zeit nicht mehr beim Turnen mitmachen mag, so sind wir sicher, dass er uns weiterhin treu verbunden bleibt.


> 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft                 Lothar Antes

Lothar gehört einfach zum Männerturnverein Rheinfelden. Seit er dabei ist, hat er sich in verschiedenster Weise engagiert und einen guten Teil seiner Freizeit dem Verein gewidmet. Eine bescheidene Auswahl von Stichwörtern möge genügen, um sein vielseitiges Engagement zu würdigen und aufzuzeigen, dass er seinem Motto nachzuleben wusste:

    Fürchte dich nicht, langsam zu gehen

    Fürchte dich nur, stehen zu bleiben.

 

    1985     Lothar übernimmt die technische Leitung (bis 2007)

    1996     Ehrung beim KTVF für 10-jährige Leitertätigkeit;

                  auch danach besuchte er rund 10 Leiterkurse.

    1997     Oberturnerkurs des Kanton Aargau in Rheinfelden

                  60 Teilnehmer mit Übernachtung im Robersten.

                  Lothar war bei der Organisation und Durchführung             

                  federführend dabei.

    1998     Kreisturnfest Küttigen Rang 1 für:

                 Ludwig, Dieter, Otti, Klaus, Toni und Lothar

    2003     200 Jahre Aargau

                 Sternmarsch von Rheinfelden über den Alpenblick in            

                 den Schachen Aarau. Es machten mit:

                  Kurt Gauch, Ludwig Spuhler, Willi Neeser, Stephan             

                  Schenker, Franco Mazzi, Hans Baumann, Urs Felber,         

                  und Lothar Anthes

    2008     Hauptleitung geht an Erwin über

                 Lothar hat 3 MTV-Obmänner "überlebt" und sich immer  

                 wieder dafür eingesetzt, dass der Verein Bestand hatte.

                 Dies war offenbar nicht immer einfach und

                 selbstverständlich, wie nachfolgende Zahlen belegen.

 

                  1980 – 1990                 8 – 12 Aktive in der Turnstunde

                  1990 – 2000               10 – 14 Aktive in der Turnstunde

                  2001 – 2008               16 – 18 Aktive in der Turnstunde

                  2008 – bis heute         10 – 18 Aktive in der Turnstunde

 

Allen Jubilaren sei herzlichst gratuliert und ein kollektives Dankeschön ausgesprochen.  

 

Ø  Die besonderen Anlässe

 

>   Winterwanderung

      Sonntag, 15. Januar 2023

 

Nach zweijährigem Unterbruch konnten wir in diesem Jahr die bereits zum festen Jahresprogramm gehörende Winter-wanderung wieder aufnehmen, die auf Sonntag, 15. Januar 2023 terminiert war.

Kräftige Windböen begleiteten immer wieder die ergiebigen Regengüsse, die den ganzen Vormittag niedergingen. Erst gegen Mittag zeigten sich scheue Aufhellungen. Und die Hoffnung auf einen trockenen Nachmittag, wie es die Wetterprognose vorhersagte, keimte allmählich wieder auf, nachdem sie am frühen Morgen beim Aufstehen arg darnieder lag. Und siehe da – wenn Engel reisen …..

Um Viertel vor zwei trafen von verschiedenen Seiten einlaufend die Angemeldeten auf dem Schiffacher vollzählig ein. All meine Befürchtungen, dass ich vormittags noch telefonische Absagen entgegennehmen müsste, erwiesen sich als unbegründet. Männerriegler – und wohl auch die Begleiterinnen – lassen sich eben nicht so leicht verunsichern. Eine gute Wanderausrüstung und ein solider Regenschutz waren selbstverständlich. Und wer hätte es gedacht, der Regenschirm wie auch die Kapuze kamen auf der anschliessenden Wanderung nie zum Einsatz. Doch eine Mütze, ein Schal oder gar Handschuhe waren nicht fehl am Platz, denn die Temperaturen passten doch recht gut zu einem Winterausflug.

Zügigen Schrittes marschierte die illustre Gruppe über die Rosshimmelbrücke, den Steppberg hinauf Richtung Sonnen-berg. Wir waren ziemlich genau eine Stunde unterwegs, als wir den Übergang «Klein Sonnenberg» erreichten. Jetzt war in jedem Fall ein Stundenhalt angezeigt. Umso besser, dass der vorgesehene Apéro-Service auch zugegen war. So konnten wir mit allenfalls etwas frostigen Händen miteinander anstossen, einen Bissen von Greti’s Neujahrzopf kosten und den Beinen etwas Ruhe gönnen – und den Geist etwas baumeln lassen, beim Anblick der wiederkäuenden Schafe auf dem Feld am Waldrand.

Nachher hing’s bergab – dem Ziel entgegen. Auf Feldwegen, entlang verblühter Rosenhecken und gelegentlich die Sonne im Gesicht, wanderten wir weiter Richtung Maisprach. Das Timing stimmte exakt, um Viertel vor vier trafen wir bei der Hof- und Gästewirtschaft Strübin ein. In der gemütlich aufgemachten Stube brannte im Ofen ein helles Feuer, das eine wohlige Wärme vermittelte. Mit den vier Freundinnen und Freunden des MTV, die bereits vorher auf individuelle Weise nach Maisprach gefunden hatten, waren wir nun komplett.

Die Tische füllten sich, alle vorgesehenen Plätze wurden besetzt, die Gespräche gingen weiter oder hoben von neuem an. Schon wurden unsere Wünsche aufgenommen, und bald hatten alle etwas um den Durst zu löschen. Etwas später servierte das Strübi-Team das vorgängig bestelle Zvieri: Bratwurst oder Rauchwurst mit Beilage. Derweilen es draussen bereits eindunkelte, genossen wir noch einen Kaffee, zu dem ein Stück Kuchen oder ein feines Vanille-Cornet fast selbstverständlich dazu gehörte.

Wir waren gemeinsam eingekehrt und gemeinsam brachen wir auf und pilgerten zur Postautohaltestelle. Kurz von 18 Uhr hatten wir den ankommenden Bus Richtung Rheinfelden erobert. Kaum hatte die Heimfahrt begonnen, ging es ums Adieu-Sagen, denn der Ausstieg erfolgte an verschiedenen Haltestellen in grösseren oder kleineren Gruppen. Ein gelungener Auftakt zum neuen Jahr!

 

Teilnehmer

Anthes Herta und Lothar / Blaser Marlen und Fritz / Degen Greti und Hans-Jörg / Heer Rita und Gerhard / Koch Hans / Müller Edith und Peter Neeser Willy / Siffert Zita und Erwin / Wagner Ruth und Charly / Walther Bertie und Ernst / Widmer Ursi und Cäsi / Wunderlin Dieter

 


 

 

> Sommerwanderung

    Donnerstag, 15. Juni 2023

 

Der Start erfolgte am Bahnhof Rheinfelden. Mit dem Postauto der Linie 100 erreichten wir das Tagungszentrum Waldegg. Kurz vor 10 Uhr konnte der Wanderleiter Peter Geiger mit uns den Marsch aufnehmen. Zuerst steuerten wir die Rickenbacher Höchi (558) an, nachher gings es nach Norden dem Breitfeld entgegen, am Staufenhof und Breitfeldhof vorbei. Auf der Höhe des Breifelds schwenkten wir nach Westen, um über den Önsberg nach Magden zu gelangen.

Unsere Wanderung verlief oft im Wald. Ein angenehmes Lüftchen begleitete uns, ein gutes Tempo liess uns nicht ausser Atem kommen und erlaubte das Plaudern – ideal Wanderbedingungen. Als sich in einer Waldlichtung der Blick nach Magden öffnete, machten wir Halt. Edi Feldmann offerierte einen Appenzeller und Pommes-Chips. Dem Spender sei Dank!

Nach diesem Halt ging’s zügig dem Ziel entgegen. Peters Vorgabe von 2.5 Stunden war ganz gut berechnet.

Gegen halb eins langten wir beim Restaurant Blume an. Leider war die Gartenwirtschaft schon gut besetzt, darum hatte der Wirt für uns im Speiserestaurant reserviert. Beim Tagesmenü konnten wir zwischen Rahmschnitzel mit Nudeln oder Wurstsalat mit Pommes wählen. Die Randensuppe des Tages wurde allen aufgetragen.

Nach der Verpflegung mussten einige schnell nach Hause; die Etappe der Tour de Suisse über den Albula durfte nicht verpasst werden. So steuerte ein Grossteil die nahe gelegene Postauto-haltestelle an. Fünf Unentwegte machten sich via Steppberg auf den Heimweg. Ein Dankeschön allen, die dabei waren und vielen Dank an Peter für Organisation und Durchführung.

 

Teilnehmer

Anthes Lothar und Herta / Bloch Ruedi / Degen Hans-Jörg und Greti / Feldmann Edi / Geiger Peter / Koch Hans / Schenker Stephan / Siffert Erwin / Spuhler Ludwig / Walther Ernst / Weber Robert und Hedy / Widmer Cäsi und Ursula / Wunderlin Dieter / Monetti Bruno

 

>  Sommeranlass

    Mittwoch, 09. August 2023

 

Wie bereits vor zwei Jahren hatten wir gegen Ende der Sommerpause einen Sommeranlass organisiert. Zwei Gründe motivierten uns in diesem Jahr dazu. Einerseits hatten wir auf ein Spezialprogramm für die erste Turnstunde nach den Sommerferien verzichtet, weil der Termin für unser erstes Training mit der Turnfahrt vom 17./18. August zusammenfiel. Andererseits wollten wir Spendengelder, die dem Verein zugeflossen waren, so einsetzen, dass möglichst viele davon profitieren konnten. Der Hintergrund: Die beiden ältesten Mitglieder unseres Vereins, die beide im letzten Jahr den 90. Geburtstag feiern konnten, heissen Kurt Gauch und Franz Faulstich. Beide hatten uns als Beweis ihrer Treue zum Verein mit einer grosszügigen Geldspende bedacht. Dafür möchte sich der Vorstand, sicher auch im Namen all jener, die an diesem schönen Sommerabend teilhaben konnten, ganz herzlich bedanken.

Erwin begleitete jene, die mochten und konnten, über die «Schwobenrunde» und führte sie in den Garten des Präsidenten geführt. Die sportliche Wandergruppe, die wohl froh darüber war, dass der Rundweg doch recht oft im Schatten von Bäumen verlief, kam gegen 19.30 Uhr an und traf auf jene, die sich direkt an besagte Adresse an der Roberstenstrasse begeben hatten. Schliesslich waren 24 Männerriegler zum sommerlichen Stelldichein im Zelt versammelt. Bei Bier, Wein und Wurstsalat liess es sich wunderbar reden, berichten und diskutieren. Resten gab es keine, alle haben brav ausgegessen. Also durften wir bald Kaffee und Kuchen servieren. Und wer mochte, liess sich natürlich eine «Alte Zwätschge» als Digestif nicht verwehren. Dank Wetterglück und allseits guter Laune wurde der Anlass zu einem vergnüglichen Ereignis, das ich gerne in unserer Jahreschronik festhalte.

 

>  TURNFAHRT

    Donnerstag, 17. August 2023 und

    Freitag, 18. August 2023

 

Auch in diesem Jahr war der Männerturnverein wieder, wie die Tradition es gebietet, zwei Tage unterwegs, um wandernd eine sportliche Herausforderung zu wagen, mit einer Besichtigung den Horizont zu erweitern und – nicht zu vergessen – das gesellige Miteinander zu pflegen. Es waren hochsommerliche Tempe-raturen angesagt. Im Rucksack musste neben dem Picknick und genügend Trinkbarem nur noch der Sonnenschutz Platz finden; zur Sicherheit hatten einige – ich gehörte auch zu diesen Vorsichtigen – einen Regenschirm eingepackt.

 

Donnerstag

Am Donnerstag, 17. August trafen sich die 14 Teilnehmer, die sich für die diesjährige Zweitägige ins Bernbiet angemeldet hatten, zeitig auf dem Schützenparkplatz, wo bereits ein Kleinbus der Firma Bertschy Reisen bereitstand. Der Fahrer Kurt Theiler, der uns schon letztes Mal chauffiert hatte, begrüsste uns freundlich vertraut, verstaute unser Gepäck und schon bald hatten alle im komfortablen Bus ein passendes Plätzchen gefunden. Die Fahrt über die Autobahn führte uns zügig über Bern zum Flughafen Bern Belp. Bei diesem ersten Halt durfte natürlich ein Kaffee mit einem Gipfeli nicht fehlen; ein Tisch vor der Abflughalle war reserviert und schon bald wurden wir bedient. Um Viertel nach zehn erwartete uns ein Rentner, der früher selbst Privatflugzeuge pilotierte, um uns im Rahmen einer Führung einen Blick hinter die Kulissen eines Flughafens zu ermöglichen. Beim Rundgang kriegten wir interessante Einblicke in ganz unterschiedliche Bereiche – und dies immer in unmittelbarer Nähe zu Flugfeld und Flugzeugen.

Der noch erhaltene Hangar, in dem die Maschinen des Flugpioniers Oskar Bider 1)untergebracht waren, stand am Anfang. Dann durften wir in die Garagen und Werkstätten der Sport- und Privatfliegerei reinschauen. Auch den eindrücklichen Fahrzeug- und Materialpark der Feuerwehr konnten wir inspizieren.

Bei den Hangars der Schweizerischen Luftwaffe waren die Tore geschlossen. Den Bundesratjet und einige Militärhelikopter bekamen wir immerhin durch die grossflächigen Fenster zu Gesicht. Ein Abstecher zur Rega-Basis rundete das Besichtigungsprogramm ab. Die Ausführungen des kompetenten Begleiters wurden immer wieder durch den Lärm startender oder landender Flugzeuge oder durch den Standlauf eines grösseren Helikopters unterbrochen. Aber wie gesagt: Um den alltäglichen Betrieb so hautnah mitzubekommen, wird man auf einem grösseren Flughafen kaum Gelegenheit haben. Ein gelungener Programmteil mit vielen neuen Erkenntnissen und spannenden Einsichten. Ein Beispiel sei stellvertretend erwähnt: Auch ein Kleinflughafen wie Bern-Belp hat zwei Ein- respektive Ausgänge, den einen für Passagiere aus dem Schengenraum, den andern für Reisende ausserhalb des Schengenraums!

Anschliessend ging es – nein, nicht in die Luft – im Bus weiter nach Englisberg zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Dem Gürbetaler Höhenweg folgend wanderte die Turnerschar bei ganz passabler Wärme und oft im Schatten des Waldrandes in rund zweieihalb Stunden nach Toffen. Nach ungefähr einer Stunde Wanderzeit gebot der Wanderleiter Peter einen Marschhalt. In einer Waldlichtung luden ein paar am Boden liegende Baumstämme zum Ruhen und Rasten ein. Ein jeder machte sich hinter das mitgebrachte Picknick. Ein Sandwich, ein Käsebrot oder ein Waldfest draussen, in feiner Waldluft und in guter Gesellschaft zu verzehren, bedeutet mehr als kalorische Stärkung. Nicht nur der Körper erfährt Erholung, auch die emotionale Batterie lässt sich dabei wunderbar regenerieren. Nachdem Erwin noch mit dem auch bereits fast obligaten «Verrisserli» vorbeikam, hätte sich der eine oder andere vielleicht allzu gerne ein Mittagsschläfchen gegönnt?

Doch es war gewiss besser, dass wir uns nach gehaltener Rast wieder auf den Weg machten. Der Naturpfad war angenehm, und der Blick von der Höhe hinunter ins Gürbetal und bis nach Bern war trotz etwas dunstiger Luft imposant und wohltuend.

Klar mussten wir aus der luftigen Höhe auch wieder hinunter ins Tal. Der letzte Abstieg hatte es denn auch in sich; verlangte er den Knien und Hüften der eigentlich ganz rüstigen Rentner doch einiges ab. Der Wegweiser versicherte uns, dass wir in Toffen angekommen waren. Und als wir ein mit «Gasthof Bären» angeschriebenes Haus erspähten, wähnten wir uns am Ziel. Doch der immer zielstrebig vorausmarschierende Peter ging unbeirrt weiter, diese schöne Einladung ignorierend. Gewiss hat er die bösen, nein nicht bösen, aber enttäuschten Blicke in seinem Rücken gespürt. Aber schliesslich wusste er als einziger, wo die Wanderung enden sollte. Umso willkommener wurde die anschliessende Einkehr in einer bald auftauchenden Gartenwirtschaft geschätzt.

Am Tisch im Schatten von Bäumen, der für uns reserviert war, erwartete uns auch schon unser Chauffeur. Die anstehende Runde übernahm Peter Lesco, dem wir an dieser Stelle herzlich Dankeschön sagen. Nach dieser wohlverdienten Pause ging es motorisiert weiter nach Belp zum Landgasthof zur Linde, wo wir die Nacht verbringen sollten.

An dieser Stell möchte ich folgenden Einschub anbringen: Gerhard Heer hatte mir nach der Sommerpause einen finanziellen Zustupf überlassen. Wir haben uns entschieden, diesen Batzen anlässlich der Turnfahrt beim obligaten Apéro einfliessen zu lassen. Dafür möchten wir alle, die also davon profitieren konnten, ganz herzlich bedanken.

Nach dem Frischemachen waren wir aufgefordert, rechtzeitig zum Apéro im Garten zu erscheinen. Kaum hatten wir miteinander angestossen, formierte sich neben uns eine Gruppe Damen und Herren aus verschiedenen Altersgruppen: Sechzehn Vertreter und Vertreterinnen des Jodlerchörlis-Turnverein Belp gaben sich die Ehre und brachten für uns ein wunderbares Ständchen mit bodenständigen, lustigen und gehaltvollen Liedern. Peter hatte diese tolle Überraschung organisiert. Er hat damit, wie er selbst erklärte, sich selbst ein Geschenk anlässlich seiner in wenigen Tagen bevorstehenden Pensionierung gemacht – und so für uns alle den Apéro musikalisch auf wunderbare Weise bereichert. 2)

Der so schön begonnene Abend wurde mit einem feinen Nachessen und angeregten Gesprächen draussen im Garten fortgesetzt und harmonisch abgerundet.

 

Freitag

Am Freitag, 18. August konnten wir bereits etwas eher als vorgesehen starten, denn alle waren frühzeitig beim Morgen-essen und danach bereit für die kurze Anreise mit dem Bus hinauf nach Guetenbrünnen. Die Wanderung des zweiten Tages führte uns auf einem gemütlichen Auf und Ab über dem Gürbetal an stattlichen Höfen vorbei weiter nach Mühlethurnen / Mühlebach. Unterwegs bot sich eine tolle Aussicht hinunter ins Tal und hinauf in die etwas im Dunst liegende Bergwelt des Gantrisch. Im Gasthof Adler in Riggisberg kehrten wir ein letztes Mal zum gemeinsamen Mittagessen ein. Nach der ausgedehnten Mittagspause wurde die Heimfahrt angetreten. Mit einem kleinen Abstecher über den Gurnigel ging es über Schwarzenburg Richtung Bern und dann über die Autobahn zurück nach Rheinfelden.

Unterwegs erreichte uns der Anruf von Stephan Schenker, der aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig auf die Teilnahme hatte verzichten müssen, um uns zu einer Runde einzuladen. Diesem überraschenden Angebot wurde einstimmig zugesprochen. Nach der Ankunft auf dem Schützenparkplatz versammelten wir uns im Schützen nochmals an einem Tisch, um miteinander auf das Wohl von Stephan anzustossen. Besten Dank dem gütigen Spender!

Auch die diesjährige Zweitägige wurde vom bewährten Tourenchef Peter Geiger organisiert und durchgeführt. Ihm gebührt der Dank für zwei erlebnisreiche und wunderbare Tage, welche die Männerturner im Bernbiet miteinander erleben durften


Teilnehmer

Anthes Lothar / Bloch Ruedi / Degen Hans-Jörg / Geiger Peter / Koch Hans  Lang Albert / Lescko Peter / Neeser Willy / Püntener Alois / Schnyder Toni  Siffert Erwin / Spuhler Ludwig / Widmer Cäsar / Wunderlin Dieter

 

1)   Ein paar Daten und Hinweise zu Oskar Bider

Oskar Bider wuchs im basellandschaftlichen Langenbruck als Sohn eines Tuchhändlers auf. Nach der Schulzeit wollte er Landwirt werden und besuchte 1908/09 die landwirtschaftliche Schule in Langenthal. 1910 arbeitete er als Praktikant bei seinem Paten in Bad Bubendorf.

Nach der Rekrutenschule 1911 verbrachte Bider ein Jahr als Gaucho auf einer Farm in der Provinz Santa Fé, Argentinien. 1912 kehrte er zurück und trat im November in Blériots Fliegerschule in Pau am Nordfuss der Pyrenäen ein.

Am 7. Juli 1919 führte Bider in Dübendorf nach einem Abschiedsfest Flugakrobatik vor. Dabei verunglückte er tödlich mit 28 Jahren. Es wurde spekuliert, ob es Selbstmord war.

 

2)   Zum Schluss intonierte der Chor, jenes Lied, das, so liess die Leiterin uns wissen, oft auch am Ende einer Probe gesunden werde: Am Jodlertisch von Fred Kaufmann.

 

     Wenn Jodler zäme sind, so gids ä gfreuti Sach, s’wird nöd

     politisiert,  es gid kei böse Krach.

     E fröhlichs Jodellied, das wird zum Beschte gee.

     Myn liebe, alte Fründ, was wotsch denn du no meh?

     Myn liebe, alte Fründ, was wotsch du denn no meh?

 

     O doch en wyse Wy, der ghört doch au derzue, so chunt der erscht 

     Tenor ganz in d’ Höchi ue. Do meint im zweite Bass, en liebe, alte   

     Knab: Mit wysem Wy, yawohl, do mag i guet derab.

     mit wysem Wy, yawohl, do mag i guet derab.

 

     Jo d’Stimmig di isch guet, Humor isch do derby.

     A some Jodlertisch, do   magsch du gmüetlich sy.  Doch goht die

     schöni Zyt nur allzu rasch verby, drum schnell no mol es        

     Lied und au no mol chly Wy,

     drum schnell no mol es   Lied und au no mol chly  Wy.

 

> Freitag, 13. Oktober 2023 (Herbstferien)

   Kegelabend in Möhlin


Am Freitag, 13. Oktober 2023 war der im Jahresprogramm festgehaltene Kegelabend wieder fällig. Der entsprechenden Einladung folgten leider nur neun Aktive. Trotzdem erlebten diejenigen, die dabei waren, einen gemütlichen Abend, der auch im nächsten Jahr eine Wiederholung erfahren dürfte.

Das fast sommerlich warme Wetter nutzten sieben sportlich Veranlagte, um mit dem Fahrrad nach Möhlin zu gelangen, wo wir uns gegen 18 Uhr im Restaurant Bahnhöfli versammelten. Nachdem alle eine Wahl für das später vorgesehene Nachtessen getroffen hatten und jeder ein paar Probeläufe mit der geeigneten Kugel ausgeführt hatte, wechselten wir in den ernsthaften Zählmodus. Eine Vierer- und eine Fünfergruppe bestritten auf einer der beiden zur Verfügung stehenden Bahnen ihren Wettkampf. Nachdem 10 Runden gespielt waren, tauschten wir die Plätze, damit alle sich unter den gleichen Bedingungen messen konnten. Und tatsächlich zeigten die beiden Bahnen einen ganz unterschiedlichen Charakter, den es zu erspüren und auszunutzen galt. Am Schluss erwiesen sich aber beide Bahnen als ebenbürtig: Auf der einen wurden von allen Teilnehmenden total 1547, auf der andern 1572 Punkte erkegelt.

Nach gut eineinhalb Stunden fühlten alle einen etwas verlängerten rechten Arm und ein kleiner Hunger machte sich bemerkbar. Die Begegnung wurde beendet, die Punkte addiert und die Rangliste erstellt. Nun konnten wir nach dem sportlichen Teil zum gemütlichen respektive kulinarischen Teil übergehen.

Im Speisesaal war für uns ein langer Tisch gedeckt, an dem wir uns alsobald dankbar niederliessen. Nach einer kleinen Aufmerksamkeit aus der Küche wurde bald auch der vorbestellte Hauptgang serviert: Pizzen, Rösti oder Cordon bleu wurden aufgetragen – und bald kehrte eine geniesserische Ruhe ein. Ein offerierter Limoncello zusammen mit einem Kaffee oder Espresso rundeten das feine Essen ab – und rasch war die Unterhaltung wieder in vollem Gange. Die gemeinsame Aufmerksamkeit erreichten jeweils jene, die einen oder mehrere Witz zu erzählen wussten.

Natürlich war es unterdessen draussen dunkel geworden, aber als wir gegen halb zehn Uhr das Lokal verliessen, war es noch angenehme warm. Also machte es richtig Freude, mit dem Fahrrad die Heimreise anzutreten, um sich erneut etwas willkommene Bewegung zu verschaffen.

Alles in allem ein gelungener Ausflug, der dem sportlichen Ehrgeiz ebenso Rechnung trug wie dem gemütlichen Zusammensein. Vielleicht lässt sich im nächsten Jahr noch der eine oder andere animieren, bei diesem Anlass mitzumachen.

 

Teilnehmer

Degen Hans-Jörg / Geiger Peter / Koch Hans / Neeser Willy (2. Rang) / Scholer Peter (3. Rang) / Siffert Erwin (1. Rang) / Spuhler Ludwig / Weber Robert / Wunderlin Dieter

 

>  Samstag 18. November 2023

    Herbstausflug ins Saurier-Museum in Frick

 

Nachdem die Absicht, das Bergwerk in Herznach zu besuchen, hatte aufgegeben werden müssen, weil die Führungen ab Ende Oktober jeweils über den Winter ausgesetzt werden, schlug uns Peter als Alternative einen Ausflug nach Frick mit Besuch des dortigen Saurier-Museums vor. Zwölf Damen und Herren konnten sich für dieses Ersatzprogramm erwärmen.

Die meisten reisten mit der Bahn an und erreichten das Saurier-Museum nach einem kurzen Fussmarsch. Dort gesellten sich noch jene zu uns, die mit dem Auto nach Frick fuhren. Um 11 Uhr begrüsste uns eine Museumsangestellte zur Führung durch die Ausstellung. Vor dem eigentlichen Rundgang wurde uns mit einem Film aufgezeigt, warum man in Frick auf Überreste von Sauriern, die vor rund 200 Mio. Jahren hier gelebt hatten, gestossen war und wie die Bergung und Präparation dieser Fundstücke bewerkstelligt wird. Nach diesem interessanten  Einblick erklärte uns die Führerin Andrea Oettl die im Museum ausgestellten Präparate im Detail, referierte über die Herausforderungen der Rekonstruktion aus den vielen Bruchstücken und beantwortete kompetent unsere Fragen.

(Ein paar weitere Angaben zum wenig bekannten aber eindrücklichen Museum entnahm ich dem Internet und stelle diese ans Ende meines Berichts).

Nach diesem aufschlussreichen Rundgang und der beruhigenden Feststellung, dass das Wetter immer noch regenfrei blieb, machten wir uns auf den Weg hinunter ins Zentrum von Frick und dann weiter bergwärts hinauf zum Restaurant Frickberg.

Nach einem feinen Mittagessen inklusive etlichen Dessert-variationen, angeregten Diskussionen und gehaltvollen Plaude-reien wanderten wir miteinander zum Bahnhof, um den nächsten Zug Richtung Basel zu besteigen.

Gegen 16 Uhr waren wir wieder zurück in Rheinfelden, sodass wir alle noch vor dem Eindunkeln nach Hause fanden.

Vielleicht haben einige der Teilnehmenden später noch von Dinos geträumt? Oder eventuell versucht, sich in jene Zeit vor 200 Millionen Jahren hinein zu denken, als diese Urechsen bei uns unterwegs waren?

 

Teilnehmer

Geiger Peter / Walther Ernst / Heer Rita und Gerhard / Widmer Ursi und Cäsi / Püntener Christa und Alois / König Brigitte und Hanspeter / Degen Greti und Hans-Jörg

 

Ein paar Ausführungen zum Sauriermuseum

Als einziges Museum der Schweiz zeigt das Sauriermuseum Frick ein vollständiges Skelett des Dinosauriers Plateosaurus, (ca. 4.5 m lang) das in einer Tongrube bei Frick geborgen werden konnte.

Der nur 2m lange Jungplateosaurier „Fabian“ ist im Original und als Lebendrekonstruktion zu sehen.

Plateosaurier und deren nahe Verwandte besiedelten während der späten Trias weite Bereiche des Urkontinents Pangäa, weshalb man ihre Vertreter heute in Europa, Asien, Afrika, Süd- und Nordamerika gleichermassen finden kann. Mit einer Länge von 5 bis 10 Metern gehörte Plateosaurus zu den ersten grossen Dinosauriern.

 

Ø  Ausblick und Dank

Abschliessend darf ich feststellen, dass wir auf ein ganz normales Vereinsjahr zurückblicken dürfen. Der Mitgliederbestand konnte fast gehalten werden. Einerseits schmerzt der Verlust eines geschätzten Kameraden, andererseits ging mit einem Neuzugang ein alljährlich gehegter Wunsch für einmal in Erfüllung. Um den Verein zu erhalten braucht es alle. Jedem, der in irgendeiner Art und Weise für unseren Verein einsteht, gebührt dafür unser aller Dank. Miteinander Turnen, miteinander Feiern sind verschiedene Aspekte eines Vereinslebens, bei dem es um die Pflege der Kameradschaft und der gegenseitigen Achtung geht.

Dies kommt für mich am deutlichsten beim Spiel zum Ausdruck. So begegnen wir uns beim Mannschafts-Spiel gelegentlich und vorübergehend als Konkurrenten, die einen Sieger küren wollen. Bei einer spielerischen Gruppen-Aufgabe sind wir aufeinander angewiesen. Nur wenn alle in gleicher Weise versuchen, zum Beispiel den Ball, der im Kreis rumgeht, in der Schwebe zu halten, stellt sich für alle das angestrebte Erfolgserlebnis ein. Schön, dass wir beide dieser Spielformen in unseren Turnstunden in unterschiedlichster Form antreffen. Dass solches möglich ist, verdanken wir vorab unseren Leitenden, aber auch die Bereitschaft mitzumachen verdient uneingeschränkten Dank.

Darum sei an dieser Stelle nochmals ganz ausdrücklich den Leitern und der Leiterin aufrichtig dafür gedankt, dass sie bereit sind, die Herausforderung anzunehmen, eine ambivalent motivierte Männerschar zum Mitmachen anzuregen, sie auf das vorhandene Potenzial hinzuweisen und manchmal an ihre Grenzen zu führen.

Dazu braucht es aber eben auch diese – eigentlich hoch motivierte – Männerschar, die willig mitmacht, sich fordern und herausfordern lässt, um danach festzustellen, zu was diese Senioren noch fähig sind. Auch diese Ambition gepaart mit einer Brise gesunden Ehrgeizes verdient ein ehrliches Dankeschön.

Dem Teamgeist, der Voraussetzung für ein gutes Funktionieren einer Gemeinschaft ist, ist auch der Vorstand verpflichtet. Das Miteinander ist für alle selbstverständlich und verdient eben gerade darum, besonders erwähnt und verdankt zu werden.

 

Euer Präsident

Hans-Jörg